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Mehrheit rudert beim Homeoffice zurück

Zwei Drittel der Betriebe wollen beim Homeoffice-Angebot zum Vorkrisen-Niveau zurückkehren, vermeldet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die betrieblichen Pläne zum Einsatz von Mobilarbeit weisen für die Zeit nach der Pandemie in sehr unterschiedliche Richtungen. Während rund zwei Drittel der Betriebe Homeoffice nur in dem Umfang ermöglichen wollen wie vor der Krise, möchte gut jeder zehnte Betrieb das Homeoffice-Angebot sogar unter den Stand vor der Krise zurückfahren. Jeder fünfte Betrieb will dagegen die Homeoffice-Option gegenüber dem Vorkrisen-Niveau ausbauen. Das ergab eine repräsentative Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

Flexibilität und Vereinbarkeit verbessern

Zu den Gründen, mehr oder weniger Homeoffice als vor der Krise anbieten zu wollen, wurden die Betriebe vom IAB bereits im Oktober 2020 befragt. Dabei zeigte sich, dass die Betriebe, die zukünftig mehr Homeoffice anbieten wollen als vor der Krise, dadurch vor allem die Flexibilität ihrer Beschäftigten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern möchten. „Beides geht häufig mit der Erwartung einher, sich damit als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.“, so IAB-Forscherin Laura Pohlan.

Unternehmenskultur passt nicht

Knapp zwei Drittel der Betriebe, die Homeoffice nicht ausbauen oder sogar zurückfahren möchten, gab im Oktober 2020 an, dass sich die Tätigkeiten großer Teile ihrer Beschäftigten nicht wirklich für die Arbeit von zu Hause aus eignen. Gut die Hälfte der Betriebe führte als einen weiteren Hinderungsgrund die erschwerten Bedingungen der Zusammenarbeit auf Distanz an.

Betriebe, die angaben, dass die Distanz die Zusammenarbeit erschwert, haben häufiger auch Bedenken, ihre Beschäftigten ungleich zu behandeln. Knapp 40 Prozent der Betriebe gab außerdem an, dass die Unternehmenskultur einer Ausweitung des Homeoffice entgegenstehe.

(IAB / STB Web)

Artikel vom: 14.10.2021